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Tinnitussprechstunde

Nach Absprache führen wir für betroffene Patientien eine spezielle Tinnitussprechstunde durch.

Für diese besondere Untersuchung und Therapie sind bis auf einige Grunduntersuchungen keine Kostenerstattungen bei der gesetzlichen Kranken-Versicherung vorgesehen.

Ohrmikroskopie, Tympanographie (Mittelohrdruckmessung), und Stapediusreflexprüfung (Prüfung auf Otosklerose = Versteifung der Gehörknöchelchen), Messung der Hörschwelle und Lokalisierung des Tinnitustons und seiner möglichen Überdeckung, Messung der Unbehaglichkeitsschwelle, Messung der Otoakustischen Emissionen und Ableitung der BERA (“EEG über das Ohr”) zum Ausschluß z.B. eines Acusticusneurinoms (gutartiger, aber schädigender Nerventumor des Hörnervens).

Hierfür werden Präzisionsgeräte und das bedienende Personal sowie die ärztliche Auswertung gestellt und erbracht.

In der ersten Tinnitussprechstunde wird ein Tinnitusfragebogen und eine ausführliche Anamnese (Krankengeschichte) erfasst.

Nach der Auswertung aller Ergebnisse wird in einer zweiten Tinnitussprechstunde das weitere Vorgehen abgestimmt. Z.B. stehen muskuläre bzw. blockierende Ursachen im Hals-Nacken, bzw. Halswirbelsäulenbereich im Vordergrund ; ist das Kiefergelenk bzw. die Kaumuskeln oder ihre Dysbalance Ursache für die Ohrgeräusche.

Steht Stress im Mittelpunkt oder als Auslöser im Vordergrund, sind psychische Belastungen ursächlich in´s Auge zu fassen. Sind andere Ursachen (Medikamentenwirkungen, Lärm, Bluthochdruck, Diabetes u.s.w.) zu untersuchen.

Das heißt, das oft schon in der 2 Tinnitussprechstunde verschiedene zielführende Wege eingeschlagen werden können:

z.B. Entspannungsübungen unter Anleitung; Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Hypnose (Vermittlung von kompetenten Kontakten).

Krankengymnastik bzw. Massagen und lokale Wärmebehandlung (Rezeptausstellung).

Kontakt und Beratung ggf. Therapieserie durch Psychotherapeuten.

Eventuell Verordnung eines Tinnitus-Maskers in Zusammenarbeit mit Hörgerätenakustikern. Oder sogar Verordnung eines Hörgerätes, welches die Geräusche überdecken könnte.

Weitere Beratung und Information für alle.

Bei einem eventuellen dritten Termin nach 3-4 Wochen - oder auch länger, wird ein erneuter Status - auch mit Fragebogen erfasst.

Eine totale Beseitigung des Tinnitus ist meist nicht möglich - aber Besserung wahrscheinlich.

 Dr.Walter ist seit Jahren Mitglied der Deutschen Tinnitusliga. www.tinnitus-liga.de

 

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